Egencia und EGA-Partner für nachhaltige Geschäftsreisen

Bemühungen um nachhaltigere Geschäftsreisen

Von Wendy White, CMO von Egencia, und ihrem Gast Alexandre Motta, CEO von Tour House

Egencia und EGA-Partner für nachhaltige Geschäftsreisen

Unsere Freunde von Tour House bieten Kunden Geschäftsreisen und Lösungen zum Planen von Events – ganz ähnlich wie Egencia. Deswegen haben wir in den vergangenen zehn Jahren so hervorragend zusammengearbeitet. Im Rahmen der Egencia Global Alliance (EGA) ist Tour House unser lokaler Partner in Brasilien und leitet unsere EGA-Aktivitäten in dieser Region. Ich habe mich mit Alexandre Motta, dem CEO von Tour House, über unsere Partnerschaft unterhalten.

Wendy White: Diese Woche feiert Tour House sein zehnjähriges Jubiläum als führender Ansprechpartner im Rahmen der Egencia Global Alliance (EGA) in Brasilien. Vielen Dank! Wir von Egencia wissen genau, dass unsere Kunden täglich von unserem Netzwerk aus lokalen, fachkundigen Unternehmen und örtlichen Angeboten der EGA profitieren – und natürlich auch von der Führungsrolle, die Sie und Ihr Team dabei spielen. Aber wie hat Tour House von der Teilnahme an diesem wichtigen Programm profitiert?

Alexandre Motta: Das ist eine tolle Frage. Um die Wahrheit zu sagen: Wir können uns ein Leben ohne Egencia gar nicht mehr vorstellen. Durch unsere Partnerschaft hat Tour House eine ganz neue Position im lokalen Markt errungen, unsere Denkweise hat sich verändert und wir haben einen größeren Marktanteil in der Region LATAM (Lateinamerika) erreicht.

In den letzten zehn Jahren haben wir viel gelernt und unsere Prozesse optimiert. Für mich lag der größte Nutzen darin, vom Verhalten von Egencia zu lernen. Ich habe mich immer wieder gefragt: „Wie denkt Egencia?  Wie entwickelt sich Egencia weiter? Wie fördert Egencia Governance, Teamwork und Kundenorientierung?“

Durch diese Fragen habe ich gelernt, wie wir unsere Performance steigern, die Produktivität erhöhen und wachsen können. Heute arbeiten wir kontrollierter, effizienter und einfacher. So können wir Zeit und Ressourcen in die Entwicklung von Lösungen und neuen Produkten für die gesamte LATAM-Region investieren.

Egencia und Tour House feiern zehn Jahre Partnerschaft.

WW:        Immer mehr Kunden von Egencia wünschen sich Unterstützung beim Aufbau nachhaltigerer Geschäftsreiseprogramme. Dies ist ein wichtiger neuer Trend bei unseren Unternehmenskunden, daher bietet Egencia Consulting in Zukunft auch Beratung zum Thema Nachhaltigkeit. Was sagen Ihre Kunden in Brasilien und Lateinamerika dazu?

AM:         Sie sehen das ganz ähnlich, daher bin ich ganz Ihrer Meinung, dass es sich um einen weltweiten Trend handelt. Auch in unserer Region ist Nachhaltigkeit ein großes Thema. In Brasilien und der Region LATAM sprechen wir täglich mit Kunden über nachhaltigere Reiseprogramme.  Dabei geht es meist um die folgenden drei Kernpunkte:

  • Umweltfreundliche Anbieter: Die Kunden möchten mit umweltfreundlichen Anbietern zusammenarbeiten, die echte, überprüfbare Umweltschutzprogramme haben. Solchen Anbietern wird häufig der Vorzug gegeben. Für manche Unternehmen ist dies mittlerweile wichtiger als der Preis.
  • Programm zur Senkung der CO2-Emissionen: Viele Kunden haben ein offizielles Programm zum Ausgleich ihrer CO2-Bilanz durch den Kauf von Emissionszertifikaten.
  • Baumpflanzaktionen: Außerdem beobachten wir, dass immer mehr unserer Kunden Programme zum Pflanzen von Bäumen einführen. In Zusammenarbeit mit einem Sozialunternehmen unterstützen sie dabei die Wiederaufforstung.

WW:        Diese Woche hat Egencia im Rahmen der Business Travel Show (BTS) 2020 in London angekündigt, dass wir gemeinsam mit Tour House und anderen Egencia Global Alliance-Mitgliedern wie Andrómeda Viajes und VillaTours eine Baumpflanzaktion in Brasilien unterstützen. Ziel ist es, die CO2-Emissionen aller Besucher des Egencia-Standes bei der BTS zu kompensieren.

Als Teil der Expedia Group arbeitet Egencia bereits klimaneutral und unser Team hat sich verpflichtet, auf Werbegeschenke ganz zu verzichten oder zumindest nur solche aus nachhaltigen Materialien zu verwenden. Die Baumpflanzaktion ist für uns ein neues Projekt, durch das wir versuchen, die ökologischen Auswirkungen von Events für Kunden weiter zu reduzieren. Letzten Sommer haben wir während der schrecklichen Waldbrände im Amazonasgebiet darüber gesprochen, welche Bedeutung der Regenwald als „Lunge des Planeten“ für uns hat. Das hat mich zu dieser Zusammenarbeit mit Ihnen inspiriert. Erzählen Sie mir doch mehr über Ihre Beweggründe.

AM:         Tour House und Egencia haben dieselbe Vision. Pionierarbeit liegt uns einfach im Blut. Also machen wir uns an die Arbeit und pflanzen Bäume!

Die Tour House-Gruppe engagiert sich schon lange für den Umweltschutz. 2007 waren wir das erste Reisebüro in Brasilien mit einem zertifizierten Klimaschutzprogramm. In den letzten vier Jahren waren wir offizieller Anbieter von Klimaschutzprogrammen für wichtige Messen in unserer Branche.

Die Waldbrände im Amazonasgebiet im Jahr 2019 haben uns noch stärker die Augen geöffnet. Wir haben festgestellt, dass wir etwas bewirken und andere Marktteilnehmer, einflussreiche Personen und Unternehmen aus anderen Geschäftsfeldern inspirieren können, es uns gleichzutun.

Wir wollten etwas tun und uns in einem Bereich engagieren, der unheimlich wichtig ist und von der Leidenschaft der Menschen vorangetrieben wird. Es freut mich sehr, ein weiteres Projekt mit Egencia durchzuführen, um Aufmerksamkeit zu erregen und in unserer Branche sowie zusammen mit unseren Kunden eine solidere Nachhaltigkeitsbewegung aufzubauen.

WW:        Unser gemeinsames Baumpflanzprogramm war nicht Ihre einzige Aktion 2019. Letztes Jahr hat Tour House eine Initiative namens E-Trip Green Friday gestartet. Können Sie uns darüber mehr erzählen?

AM:         Ja, das ist ein gutes Thema. Angesichts so vieler Umweltkatastrophen hatten wir einfach das Gefühl, etwas anders machen zu müssen. Ende November ist immer viel vom Schnäppchenfreitag oder Black Friday die Rede, aber wir mussten dabei immer an Asche und Feuer denken. Das hatte nicht nur mit den Waldbränden im Amazonasgebiet zu tun, sondern auch mit denen in Australien. Das Konzept des Schnäppchenfreitags gefiel uns in diesem Zusammenhang nicht. Wir wollten vielmehr eine positive, produktive Botschaft an den Markt senden.

Daher entwickelten wir im September den E-Trip Green Friday. Im Rahmen dieses im November gestarteten Programms wurde der Black Friday zum Green Friday. Die Idee dahinter war, bewussten Konsum zu fördern, indem alle Käufe im Monat November durch neu gepflanzte Bäume kompensiert werden.

Wir starteten eine Kampagne und forderten den Markt heraus, indem wir eine große Zahl von Unternehmen zur Teilnahme einluden. Schlussendlich beteiligten sich 14 Unternehmen aus verschiedenen Branchen in ganz Brasilien und pflanzten 1.500 Bäume auf 8.000 m² Atlantischem Regenwald.

Im ersten Jahr nahmen unter anderem Air France-KLM, Movida und Gol am Green Friday teil. Die neue Zusammenarbeit mit Egencia und unseren Freunden in anderen EGA-Ländern kommt genau zur richtigen Zeit, denn sie hilft uns, aus E-Trip Green Friday eine globale Bewegung zu machen. Der Tourismus wird zum Pionier in Sachen Nachhaltigkeit. Das ist einfach großartig!

 

WW:    Alexandre, Ihnen und dem Team von Tour House herzlichen Dank für alles, was Sie im Namen der Kunden von Egencia und für nachhaltigere Reiseprogramme leisten.